Reise AGB

Sehr geehrter Reisegast, die nachfolgenden Allgemeinen Reisebestimmungen ergänzen die gesetzlichen Bestimmungen und sind Inhalt des Reisevertrages zwischen Ihnen, dem Reiseteilnehmer und dem Reiseveranstalter SG REISEN.

 

1. Reiseanmeldung, Bestätigung, Reiseunterlagen

Mit seiner Reiseanmeldung bietet der Reiseteilnehmer SG REISEN den Abschluss eines Reisevertrages auf der Grundlage der Reiseausschreibung, der ergänzenden individuellen Anpassung aus dem Prospekt und des Internetangebots und auf Basis dieser Allgemeinen Reisebedingungen verbindlich an. Der Reisevertrag kommt mit der Annahme durch SG REISEN zustande, über die Sie von SG REISEN schriftlich informiert werden. Weicht der Inhalt der Reisebestätigung vom Inhalt der Anmeldung ab, liegt ein neues Angebot vor, an das SG REISEN für die Dauer von 10 Tagen gebunden ist. Der Vertrag kommt mit dem Inhalt des neuen Angebots zustande, wenn der Reiseteilnehmer nicht innerhalb dieser Frist ausdrücklich oder schlüssig, z.B. durch Leistung der Anzahlung, annimmt.

 

Die Anmeldung erfolgt durch den Anmelder auch für alle in der Anmeldung mit aufgeführten Teilnehmer, für deren Vertragsverpflichtung der Anmelder wie für seine eigenen Verpflichtungen haftet, sofern diese Verpflichtung nicht durch ausdrückliche gesonderte Erklärung vorgenommen wurde.

 

Reisevermittler (z.B. Reisebüros) und Leistungsträger (z.B. Hotels) sind nicht bevollmächtigt anderweitige Vereinbarungen zu treffen, Auskünfte zu geben oder Zusicherungen zu machen, die den vereinbarten Inhalt des Reisevertrages abändern, die über die vertraglich zugesagten Leistungen von SG REISEN hinausgehen oder im Widerspruch zur Reiseausschreibung stehen. Orts- und Hotelprospekte, die nicht von SG REISEN herausgegeben wurden, sind für unsere Leistungspflicht nicht verbindlich, soweit sie nicht durch ausdrückliche Vereinbarung mit uns zum Gegenstand des Reisevertrages gemacht wurden. SG REISEN haftet nicht für Angaben in nicht von SG REISEN hergestellten Prospekten. Der Reiseteilnehmer hat den Reiseveranstalter zu informieren, wenn er die erforderlichen Reiseunterlagen (z.B. Flugschein) nicht innerhalb des angegebenen Zeitraums erhält.

 

2. Zahlung

Nach Erhalt der Reisebestätigung und des Sicherungsscheines, der sämtliche Reiseteilnehmergelder absichert, ist eine Anzahlung von 25% des Reisepreises im Reisevertrag fällig und innerhalb von 14 Tagen zu zahlen. Die Restzahlung des Reisepreises ist vom Reiseteilnehmer unaufgefordert zu leisten, wenn feststeht, das die Reise durchgeführt wird, insbesondere nicht mehr aus in Nr. 9 genannten Grund abgesagt werden kann, und der Sicherungsschein übergeben ist.

Werden fällige Zahlungen auf den Reisepreis vom Kunden trotz Mahnung und angemessener Fristsetzung zur Zahlung nicht oder nicht rechtzeitig geleistet, so ist SG REISEN berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten und den Reiseteilnehmer mit Rücktrittskosten entsprechend Nr. 7 zu belasten. Dabei bleibt dem Reiseteilnehmer der Nachweis, dass ein Schaden überhaupt nicht oder nur in wesentlich niedrigerer Höhe als in  der einer berechneten Pauschalen entstanden ist, unbenommen.

 

3.      Versicherungen

Der Veranstalter bietet dem Reiseteilnehmer für seine Reise keinen inkludierten Versicherungsschutz an. Es wird der Abschluss einer Reiserücktrittskosten-/Reiseabbruchsversicherung und einer Versicherung zur Deckung der Rückführungskosten bei Unfall oder Krankheit empfohlen.

 

4.      Leistungen, Änderungen der Reiseausschreibung vor Vertragsschluss

Art und Umfang der vertraglich vereinbarten Leistungen von SG REISEN ergeben sich aus den aktuellen Leistungsbeschreibungen der Reise im Prospekt  oder des Internetkataloges, der dort genannten Service- und Länderinformationen zur Reise und der individuellen Reisebestätigung. Bezüglich der Reiseausschreibung behält sich SG REISEN gem. § 4 Abs. 2 BGB-InfoVO ausdrücklich vor, aus sachlich berechtigten, erheblichen und nicht vorhersehbaren Gründen vor Vertragsschluss eine Änderung der Ausschreibungen zu erklären, über die der Reiseteilnehmer vor Buchung informiert wird.

 

5.      Preisänderungen vor Vertragsschluss

Die im Prospekt genannten Reisepreise sind für SG REISEN bindend. SG REISEN kann jedoch vor Vertragsschluss vom Prospekt abweichende Änderungen der Reisepreise erklären. SG REISEN behält sich ausdrücklich vor, vor Vertragsschluss eine Änderung des Reisepreises aufgrund einer Erhöhung der Beförderungskosten, der Abgaben für bestimmte Leistungen, wie Hafen- oder Flughafengebühren, oder einer Änderung der für die betreffenden Reise geltenden Wechselkurse nach Veröffentlichung dieses Prospektes zu erklären. Ebenso behält SG REISEN sich vor, eine Preisanpassung zu erklären, wenn die vom Kunden gewünschte und im Prospekt ausgeschriebene Pauschalreise nur durch den Einkauf zusätzlicher Kontingente nach Veröffentlichung des Prospektes verfügbar ist. Der Kunde wird vor der Buchung auf die erklärten Änderungen rechtzeitig hingewiesen.

 

6. Leistungs- und Preisänderungen nach Vertragsschluss, Rechte des Kunden

Nach Vertragsschluss notwendig werdende Änderungen wesentlicher Reiseleistungen, die von SG REISEN nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt werden, sind nur gestattet, soweit die Änderungen nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen.

Preisänderungen sind nach Abschluss des Reisevertrages lediglich im Falle der auch tatsächlich nach Abschluss des Reisevertrages eingetretenen und bei Abschluss nicht vorhersehbaren Erhöhung der Beförderungskosten oder Abgaben für bestimmte Leistungen, wie Hafen- oder Flughafengebühren oder einer Änderung der für die betreffenden Reise geltenden Wechselkurse in dem Umfang möglich, wie sich deren Erhöhung pro Person bzw. pro Sitzplatz auf den Reisepreis auswirkt, wenn zwischen dem Vertragsabschluss und dem vereinbarten Reiseantritt mehr als 45 Tage liegen. Sollte dies der Fall sein, wird der Kunde unverzüglich davon in Kenntnis gesetzt. Eine Preiserhöhung, die ab dem 20. Tage vor dem vereinbarten Abreisetermin verlangt wird, ist unwirksam.

Bei Preiserhöhungen um mehr als 5% oder einer erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung ist der Reiseteilnehmer berechtigt, kostenfrei vom Reisevertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen, anderen Reise zu verlangen, sofern SG REISEN in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden aus dem Angebot anzubieten. Der Reiseteilnehmer hat diese Rechte unverzüglich nach Zugang der Erklärung von SG REISEN über die Preiserhöhung oder die Änderung der Reiseleistung dieser gegenüber geltend zu machen.

 

7.      Rücktritt des Kunden, Umbuchung, Eintritt Ersatzperson

Der Kunde kann jederzeit vor Reisebeginn von der Reise zurücktreten. Maßgeblich ist der Zugang der Rücktrittserklärung beim Reiseveranstalter. Es wird aus Beweisgründen empfohlen, den Rücktritt schriftlich zu erklären.

Tritt der Reiseteilnehmer vom Reisevertrag zurück oder tritt er die Reise nicht an, so kann SG REISEN eine angemessene Entschädigung für die getroffenen Reisevorkehrungen und für seine Aufwendungen verlangen, die sich nach dem Reisepreis unter Abzug des Wertes der von SG REISEN gewöhnlich ersparten Aufwendungen sowie dessen, was sie durch gewöhnlich mögliche anderweitige Verwendung der Reiseleistungen erwerben kann, richtet. SG REISEN kann diesen Anspruch nach ihrer Wahl konkret oder pauschalisiert berechnen. Eine pauschalierte Entschädigung in Prozent des Reisepreises kann nach dem Zeitpunkt der Rücktrittserklärung wie folgt verlangt werden:

 

bis einschließlich 151. Tag vor Reisebeginn 25%,

ab 150. bis 61. Tag vor Reisebeginn 50%,

ab 60. bis 31. Tag vor Reisebeginn 60%,                                   

ab 30. Tag vor Reisebeginn 80%

ab dem 14. Tag vor Reisebeginn und bei Nichtantritt der Reise 90% des Reisepreises.

 

Es steht dem Reiseteilnehmer stets frei, nachzuweisen, dass SG REISEN ein Schaden überhaupt nicht oder nur in wesentlich niedrigerer Höhe als der Pauschalen entstanden ist. SG REISEN behält sich vor, in Abweichung von den vorstehenden Pauschalen eine höhere, konkrete Entschädigung zu fordern und wird in diesem Fall die geforderte Entschädigung unter Berücksichtigung der ersparten Aufwendungen und einer etwaigen, anderweitigen Verwendung der Reiseleistungen konkret beziffern und belegen.

 

Umbuchungen (Änderungen hinsichtlich des Reisetermins, des Reiseziels, des Ortes des Reiseantritts, auf Unterkunft oder der Beförderungsart, jeweils innerhalb der gebuchten Saison) sind nach Vertragsschluss auf Wunsch des Kunden ausschließlich bis zum 40. Tag vor Reiseantritt möglich. Danach sind Umbuchungen nur nach vorherigem Rücktritt vom Reisevertrag unter den vorgenannten Bedingungen und bei gleichzeitiger Neuanmeldung zulässig. Ein rechtlicher Anspruch des Reiseteilnehmers auf Umbuchungen besteht nicht. SG REISEN kann pro Reisendem ein Umbuchungsentgelt von € 75,00 erheben. Der Kunde kann nachweisen, dass kein oder nur ein geringerer Schaden als diese Pauschale entstanden ist.

 

Der Reiseteilnehmer kann der SG REISEN bis zum Beginn der Reise eine Ersatzperson benennen, die an seiner Stelle in den Reisevertrag eintritt. SG REISEN kann dem Eintritt dieser Person widersprechen, wenn sie den besonderen Reiseerfordernissen nicht genügt oder ihrer Teilnahme gesetzliche Vorschriften oder behördliche Anordnungen entgegenstehen. Die in den Vertrag eintretende Ersatzperson und der ursprüngliche Kunde haften gegenüber SG REISEN als Gesamtschuldner für den Reisepreis und sämtliche durch den Eintritt des Dritten entstehende Mehrkosten.

 

Bei Buchungen die nicht Angebote von SG REISEN sind, z. B. Individualreisen, tritt SG REISEN ausschließlich als Vermittler auf. In diesem Fall entnehmen Sie der Auftragsbestätigung die individuellen Stornobedingungen der jeweiligen Hotels oder sonstigen Dienstleister. Wir empfehlen den Abschluss einer Reiserücktrittkostenversicherung, einer Auslandskrankenversicherung sowie einer Reiseabbruchversicherung.

 

8.  Nicht in Anspruch genommene Leistung

Nimmt der Reiseteilnehmer einzelne Reiseleistungen, die SG REISEN ordnungsgemäß angeboten hat, infolge vorzeitiger Rückreise, wegen Krankheit oder aus anderen Gründen, die von ihm zu vertreten sind, nicht in Anspruch, so besteht kein Anspruch auf anteilige Rückerstattung des Reisepreises.

 

9. Rücktritt des Reiseveranstalters wegen Nichterreichens der Mindestteilnehmerzahl

Der Reiseveranstalter kann wegen Nichterreichens der Mindestteilnehmerzahl vom Vertrag zurücktreten, wenn er (a) in der jeweiligen Reiseausschreibung die Mindestteilnehmerzahl beziffert sowie den Zeitpunkt, bis zu welchem vor dem vertraglich vereinbarten Reisebeginn dem Reisenden spätestens seine Rücktrittserklärung zugegangen sein muss, angegeben hat, und (b) in der Reisebestätigung die Mindestteilnehmerzahl und späteste Rücktrittsfrist nochmals deutlich angibt und dort auf die entsprechenden Angaben in der Reiseausschreibung verweist. Ein Rücktritt ist spätestens 30 Tage vor dem vereinbarten Reisebeginn gegenüber dem Reiseteilnehmer zu erklären. Auf den Reisepreis geleistete Zahlungen werden dem Kunden umgehend erstattet, ein weitergehender Anspruch des Kunden besteht nicht. Alle Pauschalreiseangebote haben eine Mindestteilnehmerzahl von 6 Reiseteilnehmern.

 

10. Kündigung des Reiseveranstalters wegen vertragswidrigen Verhaltens des Reisenden

Der Reiseveranstalter kann den Reisevertrag ohne Einhaltung einer Frist kündigen, wenn der Reiseteilnehmer ungeachtet einer entsprechenden Abmahnung des Reiseveranstalters nachhaltig stört oder wenn er sich in solchem Maß vertragswidrig verhält, dass eine Fortsetzung des Vertragsverhältnisses bis zur vereinbarten Beendigung oder zum Ablauf einer Kündigungsfrist mit ihm unzumutbar ist, oder der Kunde sich sonst stark vertragswidrig verhält. Dabei behält der Reiseveranstalter den Anspruch auf den Reisepreis abzüglich des Wertes ersparter Aufwendungen und ggf. erfolgter Erstattungen durch Leistungsträger oder ähnliche Vorteile, die er aus der anderweitigen Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistung erlangt. Eventuelle Mehrkosten für die Rückbeförderung trägt der Störer selbst.

 

 

11.  Kündigung wegen höherer Gewalt

Wird die Reise bzw. der Antritt der Reise infolge bei Vertragsschluss nicht vorhersehbarer höherer Gewalt erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt, so kann sowohl der Reiseveranstalter als auch der Reiseteilnehmer den Vertrag kündigen. Die Rechtsfolgen ergeben sich aus § 651j BGB und § 651e Abs. 3 BGB. Danach kann der Reiseveranstalter für erbrachte oder noch zu erbringende Reiseleistungen eine angemessene Entschädigung verlangen. SG REISEN ist verpflichtet, die notwendigen Maßnahmen zu treffen, insbesondere, falls der Vertrag die Rückbeförderung umfasst, den Reiseteilnehmer zurückzubefördern. Die Mehrkosten für die Rückbeförderung sind von den Parteien je zur Hälfte zu tragen. Im Übrigen fallen die Mehrkosten dem Reiseteilnehmer zur Last.

 

12. Obliegenheiten des Kunden

Mängelanzeige: Der Kunde hat auftretende Mängel unverzüglich gegenüber SG REISEN anzuzeigen und um Abhilfe innerhalb angemessener Frist zu ersuchen. Dies kann gegenüber der Reiseleitung, gegenüber der Agentur im Reiseland (Notrufnummer siehe Reiseunterlagen) oder unter einer anderen genannten Adresse geschehen. Über die Erreichbarkeit der Reiseleitung wird der Kunde spätestens in den Reiseunterlagen informiert. Unterlässt es der Kunde schuldhaft, einen Mangel anzuzeigen, so tritt eine Minderung des Reisepreises nicht ein. Der Reiseveranstalter kann die Abhilfe verweigern, wenn sie einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordert.

Abhilfe kann er in der Weise schaffen, dass er eine gleich- oder höherwertige Ersatzleistung erbringt.

Fristsetzung vor Kündigung: Wird die Reise infolge eines Mangels erheblich beeinträchtigt und leistet SG REISEN innerhalb einer vom Kunden für die Abhilfe gesetzten, angemessenen Frist keine Abhilfe, so kann der Kunde den Reisevertrag erst nach der Fristsetzung kündigen, wobei aus Beweisgründen eine schriftliche Erklärung empfohlen wird. Der Bestimmung einer vom Reiseteilnehmer zu setzenden Frist bedarf es nur dann nicht, wenn die Abhilfe unmöglich ist oder vom Reiseveranstalter verweigert wird oder wenn die sofortige Kündigung des Vertrages durch ein besonderes Interesse des Kunden gerechtfertigt wird.

 

Schadensminderungspflicht: Der Kunde ist verpflichtet, bei aufgetretenen Leistungsstörungen im Rahmen der Bestimmungen über die Schadensminderungspflicht mitzuwirken, den Eintritt eines Schadens möglichst zu vermeiden und eventuell eingetretene Schäden gering zu halten.

Rechtzeitiges Erscheinen: Jeder Reisende ist für sein rechtzeitiges Erscheinen am Abreiseort selbst verantwortlich.

 

13. Haftung, Haftungsbeschränkung

Die vertragliche Haftung des Reiseveranstalters für Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist pro Reiseteilnehmer und Reise auf die Höhe des dreifachen Reisepreises beschränkt, soweit ein Schaden des Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird oder soweit der Reiseveranstalter für einen dem Kunden entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.

Die deliktische Haftung des Reiseveranstalters für Sachschäden, die nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, ist auf die Höhe des dreifachen Reisepreises pro Reisenden und Reise beschränkt.

Die Haftungsbeschränkungen gelten nicht für Ansprüche nach Montrealer Übereinkommen wegen des Verlusts von Reisegepäck.

 

14. Anzeigefristen, Ausschluss von Ansprüchen, Verjährung, Abtretungsverbot

Ansprüche wegen nicht vertragsgemäßer Erbringung der Reise sind vom Reiseteilnehmer innerhalb eines Monats nach vertraglich vorgesehener Beendigung der Reise gegenüber dem Reiseveranstalter unter der unten genannten Anschrift geltend zu machen. Nach Ablauf dieser Frist kann der Reiseteilnehmer Ansprüche nur geltend machen, soweit er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist verhindert worden ist oder wenn es sich um deliktische Ansprüche handelt. Der Tag des Reiseendes wird bei der Berechnung der Monatsfrist nicht mitgerechnet. Gepäckschäden, Zustellungsverzögerungen bei Gepäck oder Gepäckverlust im Zusammenhang mit Flügen sind unabhängig davon für die Geltendmachung von Schadensersatz nach internationalen Abkommen binnen 7 Tage bei Gepäckverlust und binnen 21 Tagen bei Gepäckverspätung nach Aushändigung des Gepäcks anzuzeigen, wobei empfohlen wird, unverzüglich noch am Flughafen die Verlust- und Schadensanzeige bei der zuständigen Fluggesellschaft zu erheben. Des Weiteren ist der Verlust, die Beschädigung oder die Fehlleitung von Reisegepäck für die Geltendmachung von reisevertraglichen, Gewährleistungsansprüchen der örtlichen Reiseleitung oder gegenüber SG REISEN innerhalb der genannten Monatsfrist anzuzeigen.

 

Ansprüche des Reiseteilnehmers nach den §§ 651c bis 651f BGB verjähren bei Sach- und Vermögensschäden in einem Jahr, soweit ein Schaden des Kunden weder auf einer grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Veranstalters noch auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung eines Erfüllungsgehilfen oder eines Vertreters des Veranstalters beruht. Die Verjährung beginnt mit dem Tag, der dem Tag des vertraglichen Reiseendes folgt. Schweben zwischen dem Reiseteilnehmer und dem Reiseveranstalter Verhandlungen über den Anspruch oder die den Anspruch begründenden Umstände, so ist die Verjährung gehemmt, bis der Reisende oder der Reiseveranstalter die Fortsetzung der Verhandlungen verweigert. Die Verjährung tritt frühestens 3 Monate nach dem Ende der Hemmung ein. Ansprüche aus unerlaubter Handlung und alle Ansprüche auf Ersatz von Körperschäden unterliegen der gesetzlichen Verjährungsfrist.

Die Abtretung von Ansprüchen gegen den Reiseveranstalter ist ausgeschlossen. Dies gilt nicht unter Familienangehörigen.

Ihr Reisebüro tritt nur als Vermittler beim Abschluss des Reisevertrages auf. Es ist nicht befugt, nach Reiseende die Anmeldung von Gewährleistungs- und Schadenersatzansprüchen durch Reisende entgegen zu nehmen.

 

15.       Informationspflichten über Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens

Der Reiseveranstalter ist gemäß EU-Verordnung Nr. 2111/2005 verpflichtet, dem Reiseteilnehmer über die Identität des jeweiligen Luftfahrtunternehmens sämtlicher im Rahmen der gebuchten Reise zu erbringenden Flugbeförderungsleistungen bei der Buchung zu unterrichten. Steht bei der Buchung die ausführende Fluggesellschaft noch nicht fest, so muss SG REISEN diejenige/n Fluggesellschaft/en nennen, die die Flugbeförderung wahrscheinlich

durchführen wird/werden und sicherstellen, dass der Reiseteilnehmer unverzüglich Kenntnis der Identität erhält, sobald diese feststeht/feststehen. Wechselt die dem Reiseteilnehmer als ausführendes Luftfahrtunternehmen genannte Fluggesellschaft, muss der Reiseveranstalter den Kunden über den Wechsel informieren und unverzüglich alle angemessenen Schritte einleiten, um sicherzustellen, dass der Kunde so rasch wie möglich über den Wechsel unterrichtet wird. Die Black List (Schwarze Liste) der EU ist auf der Internetseite http://air-ban.europa.eu einsehbar.

 

16.       Pass- und Visumerfordernisse, gesundheitspolizeiliche Vorschriften

Der Reiseveranstalter informiert Staatsangehörige eines Staates der EU, in dem die Reise angeboten wird, über Pass- und Visumerfordernisse und gesundheitspolizeiliche Formalitäten (z.B. polizeilich vorgeschriebene Impfungen und Atteste), die für die Reise und den Aufenthalt erforderlich sind. Für Angehörige anderer Staaten gibt das zuständige Konsulat Auskunft. Der Kunde ist für die Einhaltung aller für die Durchführung der Reise wichtigen Vorschriften und das Vorliegen vorgeschriebener Impfungen selbst verantwortlich. Alle Nachteile, die aus der Nichtbefolgung dieser Vorschriften erwachsen - etwa die Zahlung von Rücktrittsentschädigungen-, gehen zu seinen Lasten, ausgenommen, der Reiseveranstalter hat seine Hinweispflichten verschuldet, sowie nicht oder schlecht erfüllt. Insbesondere Zoll- und Devisenvorschriften im Ausland sind einzuhalten.

Der Reiseteilnehmer ist verantwortlich für das Beschaffen und Mitführen der notwendigen Reisedokumente und muss selbst darauf achten, dass sein Reisepass oder sein Personalausweis, soweit für die Einreise ausreichend, für die Reise eine ausreichende Gültigkeit besitzt. Der Reisepass sollte i. d. R. noch mindestens 6 Monate über das Datum der Rückreise hinaus gültig sein.

 

Der Reiseveranstalter haftet nicht für die rechtzeitige Erteilung und den Zugang notwendiger Visa durch die jeweilige diplomatische Vertretung, wenn der Reiseteilnehmer ihn mit der Besorgung beauftragt hat, sondern nur, wenn der Reiseveranstalter gegen eigene Pflichten verstoßen und die entstandene Verzögerung zu vertreten hat.

Einen Visaantrag und ein Merkblatt zum Ausfüllen erhält der Reiseteilnehmer zusammen mit der Reisebestätigung. Die Frist zur Abgabe der Visa-Unterlagen und der erforderlichen Formalitäten beim Reiseveranstalter ergibt sich aus dem Merkblatt, das mit der Bestätigung zugesandt wird. Entstehen durch eine nicht fristgerechte und/oder unvollständige Zusendung der Visa-Unterlagen zusätzliche behördliche Gebühren, so gehen diese zu Lasten des Reisenden. Grundsätzlich werden Visa nur für gesamte Reisegruppen zusammen beantragt. Weitere Hinweise auf dadurch evtl. entstehende Kosten oder Verzögerungen der Visa-Beantragung können dem o.g. Merkblatt entnommen oder beim Veranstalter erfragt werden. Kosten für die Besorgung von Visa sind im Reisepreis enthalten.

 

Ergänzend zu den diesbezüglichen Angaben in den Länderinfomationen weist der Reiseveranstalter ausdrücklich darauf hin, dass der Reiseteilnehmer sich über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen rechtzeitig selbst informieren sollte und ggf. ärztlichen Rat zu Thrombose- und anderen Gesundheitsrisiken einholen möge. Auf allgemeine Informationen, insbesondere von den Gesundheitsämtern, reisemedizinisch erfahrenen Ärzten, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wird verwiesen.

 

17.       Datenschutz

Die personenbezogenen Daten, die Sie uns zur Verfügung stellen, werden elektronisch verarbeitet und genutzt, soweit es zur Begründung, Durchführung oder Beendigung des Reisevertrages und die Kundenbetreuung erforderlich ist. SG REISEN hält bei der Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten die Bestimmungen des BDatenSchG ein.

 

Im Rahmen der betreuten Reisen werden Fotografien von Reiseteilnehmern erstellt. Diese werden in einem Fotobuch gedruckt und allen Reiseteilnehmern ausgehändigt. Zudem können die Fotos auf SG Reisen Werbematerial, insbesondere im Reiseprospekt und der Website, veröffentlicht werden. Sollte die Veröffentlichung nicht gewünscht sein, ist dies schriftlich mit zu teilen.

 

18.       Sonstiges, Anwendung deutschen Rechtes

Auf das gesamte Vertrags- und Rechtsverhältnis zwischen dem Reiseteilnehmer und dem Reiseveranstalter findet ausschließlich deutsches Recht Anwendung. Der Reiseveranstalter kann den Kunden an dessen Wohnsitz verklagen. Soweit der Kunde Kaufmann oder juristische Person des privaten oder des öffentlichen Rechtes oder eine Person ist, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort im Ausland hat, oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist, wird als Gerichtsstand der Sitz des Reiseveranstalters vereinbart. Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen des Reisevertrages oder dieser Allgemeinen Reisebedingungen hat nicht die Unwirksamkeit des gesamten Reisevertrages zur Folge.

 

Reiseveranstalter:

Adelmann/Schulz GbR, SG Reisen, H.J.-Gormanns-Str. 17, 41812 Erkelenz

Persönlich haftende Gesellschafter: Patrick Schulz, Timo Adelmann

Telefon 02431/9724310 · E-Mail: info@sgreisen.de · www.sgreisen.de

Umsatzsteuer-ID gem. § 27a UStG: DE 293039346

ST-Nr.: 208/5839/1675  

Wesentliche Merkmale der Dienstleistung: Reiseveranstaltung, Betreuung und Pflege

Reiseveranstalter-Haftpflichtversicherung: R+V Allgemeine Versicherung AG

Auf den Reisevertrag findet deutsches Recht Anwendung